3 mal im Jahr organisieren die Einwohner von Franquevaux ihr Dorffest mit allem, was dazu gehört: Pferde, Stiere, Musik, Aperitif und Freunde. Hier finden Sie eine Beschreibung, wie das Fest im Juli 2001 für uns abgelaufen ist.
Anlässlich des diesjährigen Sommerfestes habe unsere Nachbarn und wir unsere Freunde zu einem typischen 'Gelage' eigeladen: Stierkeule auf dem Feurer gegrillt. 3 Freiwillige sind um 6 Uhr morgens aufgestanden und haben das Feurer angezündet. Eine Stunde später fing die 28 kilo schwere Keule an, sich über der heissen Glut zu drehen. Sie wird regelmässig mit einer Mischung aus Olivenöl, Wein und Kräutern eingerieben. Nach 7 (sieben) Stunden garen scheint sie soweit zu sein. Aussen knusprig und innen zart rosa. Inzwischen sind alle der 25 Feinschmecker eingetroffen. Nach mehreren Aperitifs und Vorspeisen geht es so gegen 14 Uhr an die Sache. Die Mühe hat sich gelohnt. Das Fleisch ist zart wie ein reifer Pfirsich und der Geschmack ist nicht zu übertreffen. Nochmal ein Bravo an die Köche.
Auch unserer Blume geht nicht leer aus. Von diesem Knochen wird sie noch lange träumen. Während die Erwachsenen beim Cafe und Cartagène (der örtliche Verdaungshelfer) die Welt verbessern, spielen die Kinder mit Henry, dem Schafsbock unserer Nachbarn.
Gegen 17 Uhr zünden die Veranstalter einen dicken Böller an als Startzeichen der Stier- und Pferdeanimationen.![]()
1. Runde: die Stiere ganz alleine. Die Mutigsten der Jugendlichen benutzen die Mülltonnen, um die Stiere zu provozieren.
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Doume, einer unserer hervorragenden Köche, wechselt die Kleidung und wir zum Gardian, ein Stierwächter zu Pferde. In kürzester Zeit wir er zum Objekt des Interesses der weiblichen Bevölkerung.
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2. Runde: Der Tiertransporter bereitet sich vor, einen Stier nach dem anderen loszulassen, die dann von den Reitern bis zur Dorfarena begleitet werden.
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Die Jugendlichen probieren, die Stiere zu immobilisieren. Ab und zu gelingt das sogar.
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Ouups... das ging daneben. Einer der Stiere hat es sich anders überlegt und macht eine Kehrtwendung. Rette sich wer kann. Das sieht gefährlicher aus als est ist. Zwei Reiter in Reserve bringen das Tier wieder in die richtige Richtung.
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Inzwischen hat der Bürgermeister, seine Frau und sein erster Stellvertreter unsere Gartenmöbel konfisziert. Wir fühlen uns natürlich geehrt durch den hohen Besuch. Lilo, unsere Tochter bietet frische Getränke an. Es ist wahr, in unserem Hof gibt es die besten Plätze für die Vorstellung..
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Am Ende des Tages werden 20 Stiere aus der Dorfarenna frei gelassen und laufen mit nur dürftiger Reiterbegleitung nach Hause zu ihrer Wiese. Dieses aussergewöhnliche Spektakel hat dieses Jahr 2 500 Zuschauer angezogen (3 500 sagt das Rathaus)
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Zum Abschluss des Festes treffen sich nochmal alle auf dem Dorfgelände zum Apperetif mit Musikbegleitung.
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So endete dieser herrliche Tag in unserem Dorf. Das klingt ntürlich alles wie "Friede, Freude und Eierkuchen", aber wir können nun mal nichts daran ändern: Franquevaux ist ein kleines Stück Paradis auf Erden. Nach dem Fest findet das Dorf wieder seine Ruhe, die Schwalben besetzten ihre Positionen auf den elektrischen Leitungen, aber die Ereignisse geben noch viel Gesprächsstoff...
bis zum nächsten Jahr.
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