Die Bambouseraie

Der Park der Bambouseraie ist mit Recht, nach der romansichen Wasserbücke Pont du Gard, das meist besuchte Ausflugsziel unserer Gegend.Er wurde 1855 von Eugène Mazel, einem durch Gewürzimport reich gewordenen Händler gegründet. Seine Leidenschaft für ostasiatische Pflanzen und vor allen Dingen,den Bambus, fand in dieser 34 ha grossen Gelände in den Cevennen einen fruchtbaren Boden. Nur das wasser fehlt und umfangreiche Kanalisationen mussten angelegt werden, um das kostbare Nass von der nahen Garons umzuleiten. Eugène Mazel pflanzt eine grosse Anzahl exotischer Bambusarten und auch anderer Baumarten an. Bis zu 50 Gärtner arbeiten ununterbrochen, um den Park anzulegen und zu unterhalten. Leidenschaften dieses Ausmasses sind kostspielige Angelegenheiten und 1890 übernehmen die Banken den Park.

Wie jeder weiss, bei Banken tragen nur Geldscheine Früchte und zum Glück für uns, übernimmt ein gewissenhafter Hobbygärtner1905 den Park. Gaston Nègre rettet die Sammlung und bereichert sie mit vielen Neuheiten. Seitdem ist die Bambouseraie sozusagen in Familienbesitz Heute wird es von seiner Enkeltochter Muriel und ihrem Eheman Yves Crouzet geleitet. Sie haben aus der Bambouseraie einen Naturpark gestaltet, wo man aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Einige Bambusarten sind widerstandsfähig wie Stahl und wachsen bis zu 1m10 pro Tag. Ein Laotisches Dorf entdeckt man und 50m hohe, aber noch mit 150 Jahren noch relatif junge Sequoiabäume säumen die Hauptallee. In Californien kann man bis zu 3000 Jahre alte und über 100 m hohe Exemplare finden. Der Park ist äusserst abwechslungsreich gestaltet und lädt regelmässig Künstler zu botanischen Meditationen ein. Wie gesagt es lohnt sich und man kann einen Besuch mit einer Fahrt mit dem Dampfzug von Andouze nach Saint-Jean du Gard verbinden, der an der Bambouseraie seine einzige Haltestelle auf der Strecke hat.